Besuch am 26.09.2025 in Gundelfingen
Gartenbauzentrale Main-Donau

Am Freitag, den 26. September 2025 waren wir eingeladen von unserem Slow Food Mitglied Karl-Heinz Hander, Chef des Hotel-Gasthof Sonne, die Gartenbauzentrale in Gundelfingen zu besichtigen.
Eine kleine feine Gruppe wird von Herrn Hopf durch den Betrieb geführt. Die Genossenschaft wurde 1998 durch die Fusion der zwei Einzelunternehmen Gartenbauzentrale Gundelfingen und dem Großmarkt Kitzingen eG gegründet. Der Zusammenschluss von zwei sehr unterschiedlich arbeitenden Betrieben im Gemüseanbau versprach eine erfolgreiche Zukunft.
Heute sind ca. 50 selbständige Gartenbaubetriebe die Mitglieder der Genossenschaft.
In Gundelfingen wird im Freiland und in Albertshofen überwiegend in Gewächshäusern angebaut. Durch eine Vielzahl von Kulturen können den Kunden eine breite Produktpalette angeboten werden.
Im Freiland werden hauptsächlich Wurzelgemüse, wie Karotten, Wurzelpetersilie, Rettich, Rote Rüben verschiedenste Kohlarten, wie Weißkraut und Blaukraut sowie verschiedene Salate angebaut. Unter Dach werden überwiegend Tomaten und Gurken kultiviert.
Höchste Priorität genießt bei der Erzeugerorganisation die Belieferung der Kunden täglich mit frischer und erstklassiger Ware in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Speziell in Bayern legen die großen Lebensmittelketten noch Wert darauf, dass das Gemüse in Bayern angebaut wird. Davon profitiert die Gartenbauzentrale.
Ein Großteil der Gemüse werden bereits täglich versandfertig von den einzelnen Gärtnereien bei der Gartenbauzentrale angeliefert. Dort wird das Gemüse je nach Sorte und Menge nach den Bestellungen der Zentralen der Lebensmittelketten, wie REWE Edeka und V-Markt kommissioniert und um 3.00 Uhr nachts in die jeweilige Zentrale geliefert.
Das größte „Schauspiel“ ist aber die Reinigung, Sortierung und Verpackung der Karotten. Ca 40-60 Tonnen werden jeden Tag verarbeitet. Die Gärtner bringen die Karotten direkt vom Feld mit Erde ungewaschen.
Die große Anlage wäscht, sortiert nach genauen Vorgaben der Kunden die Karotten aus und dann werden sie entsprechend verpackt. In Summe werden ca. 25 % der Karotten aussortiert.
Faszinierend, aber auch erschreckend, wie Lebensmittel verarbeitet werden und welche Qualität von den Lebensmittelzentralen gefordert wird.
Nach diesen Eindrücken wurden wir im Gasthof Sonne von der Familie Hander verwöhnt. Die Fischsuppe mit Forelle, Lachsforelle und Zander war delikat, sehr schmackhaft gut durchgezogen und sowohl mit Gemüse und auch Fisch vom eigenen Teich versorgt.
Eine besondere Spezialität sind alle Wildgerichte., wie Rehschnitzel oder Zweierlei von der Wildente. Das Fleisch kommt von heimischen Jägern, die bei der Familie einen guten Partner gefunden haben.
Das Gemüse wird natürlich bei den heimischen Gärtnern gekauft und daraus werden gute schmackhafte vegetarische Gerichte gekocht, wie Kürbisschnitzel mit Cornflakes Mantel auf cremigem Risotto.
Ein Dankeschön an die Familie Harder für die Einladung zur Gartenbauzentrale und für die Slow Food gerechte Verköstigung im Gasthaus.
Marina Behr
Slow Food Augsburg








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